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Zadarer Markt
Der grüne Zadarer Hauptmarkt, untergebracht in der Altstadtteil der Halbinsel, in der Einheit, welche dieser mit dem geschlossenen Fischmarkt bildet, einer der wichtigsten, traditionellen Orte des urbanen Lebens in Zadar. Sicherlich ist gerade der Markt, oder wie die Zadraner bevorzugen, diesen als Pijaca zu bezeichnen, ein Ort mit der längsten ununterbrochenen Geschichte in Zadar.
Schon jahrtausendelang ist dieser einer der wichtigsten Teile ihrer Identität, ungeachtet der Tatsache, dass dieser im Laufe der Geschichte seine Standorte auf der Zadarer Halbinsel geändert hat oder dass der Handel mit grünen Produkten, Fleisch, Käse, Eiern, Fisch und anderem thematisch an einigen Orten getrennt wurde. In den neueren Teilen Zadars wurden in den letzten Jahrzehnten einige kleinere Märkte gebildet, aber wenn man in Zadar „ich gehe zur Pijaca“ sagt, weiß man, welcher Markt genau gemeint wird. Jener, zu welchem man aus dem Ring der engen Kleinstraßen der Halbinsel gelangt oder, am einfachsten, vom Ufer Liburnska obala des Stadthafens, durch Vrata sv. Roka, errichtet seit langem zusammen mit den Wehrmauern der Stadt, Bedemi oder Muraj, welche seit 2017 auf der Liste des Welterbes als Teil des UNESCO Kulturgutes sind.
Manchmal nennen die Zadraner ihren Markt nach dem Kosenamen „Bauch der Stadt“, wobei dieser mehr ist. Außerdem haben der heutige Handel und die alltägliche Beschaffung von Lebensmitteln modernere und einfachere Formen erhalten, wobei die alte Pijaca geblieben und bestehen geblieben ist. Jemand hat diesen lebhaften, lauten und bunten Ort des sozialen Lebens Zadars mit den heutigen sozialen Netzwerken verglichen, noch vor der dem Vorläufer. Ja, auf dem Markt wird gehandelt, verkauft und gekauft, gewählt und der Preis wird herabgehandelt, wobei dieser auch ein Treffpunkt für Freunde, Bekannte ist, die man selten sieht, ein Ort des Austausches von Nachrichten, unverbindlicher Gerüchteküche, Lästerei oder nur Besichtigung. Wie auch nicht, wenn sich auf dem Markt und nur auf dem Markt Leute aus der ganzen Zadarer Gegend, ihrem geräumigen Hinterland und zahlreichen Inseln treffen.
Auf der Pijaca spürt man den urbanen Puls der Stadt und der gesamten Zadarer Gegend, wobei ein untätiger Rentner, aber auch viele Touristen gerne einen „Rundgang“ auf der Pijaca auch ohne Einkauf machen werden, nur aus Neugierde und dem Bedürfnis, dass dieser städtische, typisch mediterrane Puls gespürt wird.
Obwohl der Zadarer Markt das ganze Jahr über lebt, ist dieser im Frühling, Sommer und Herbst am buntesten. Die Marktfrauen aus vielen Dörfern der Zadarer Gegend und der Inseln, aber auch Fischhändler und Händler mit anderen Meeresfrüchten verkaufen hier ihre Ware auch an den kältesten, regnerischen und windigen Wintertagen, wenn aber das Wintergrau verschwindet und an den Tischen die ersten Wildspargeln auftauchen, die den Frühlingseintritt ankündigen, erhält die Pijaca neue, fröhlichere Farben. Zu dieser Sommerzeit gibt es auf den Tischen alles: dutzende Arten reifer Tomaten, Paprika aller Farben, Zwiebeln, Gurken und Auberginen, frühe Weintrauben, Feigen, sogar späte Kirschen, Sauerkirschen Maraska und saftige Pfirsiche, Melonen und Wassermelonen, aber auch jungen oder abgelegenen Schafskäse, Honig, Walnuss und Mandeln, hausgemachte Eier…
Einige Schritte weiter, auf dem Fischmarkt schimmern die in der vergangenen Nacht gefangenen Sardellen, Makrelen, aber auch die etwas teureren Zander, Roten Drachenköpfe und Petersfische, Scampis und Hummer, Muscheln aus Novigrad, Venus verrucosa und Archenmuschel… Um den Markt herum ist auch noch ein Ring kleiner Metzgereien mit immer frischem Fleisch, Geschäfte mit Delikatessen, kleine Bäckereien, in welchen man immer auch einen Happen „im Stand“ findet.
Obwohl sich der Zadarer Hauptmarkt „erst“ seit 1952 am jetzigen Ort befindet, war dieser davor auf dem geräumigen altrömischen Forum, ist dieser Ort eine ununterbrochene Ausstellung, die ihre Aufstellung ständig ändert, ein Museum hiesiger Bräuche, Traditionen, Arbeitserträge aus mühsamer Arbeit und der von Fischerhänden erbrachter Arbeit, der Kollektiverinnerung Zadars und des kräftigen gemeinsamen Wunsches, dass die Stadt eine Stadt bleibt, jene, in welchem das Leben sowohl zu glücklichen als auch zu schwierigen Zeiten blüht, die Zadar in seiner jahrtausendelangen Geschichte zu Genüge und zu viel hatte.
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